Zwei baugleiche Fahrzeuge, dieselbe Motorisierung, dasselbe Baujahr – und trotzdem unterschiedliche Leistung. Was nach einem Widerspruch klingt, ist in der Praxis normal. Serienstreuung, technischer Zustand und Wartungshistorie sorgen dafür, dass kein Motor exakt dem Prospektwert entspricht. Genau deshalb beginnt bei CTG Engineering jede seriöse Optimierung nicht mit der Software, sondern mit einer Messung auf dem Allrad-Prüfstand.
Hersteller geben Leistungswerte innerhalb von Toleranzen an. In der Fertigung entstehen minimale Unterschiede bei Bauteilen, Sensoren und Software-Ständen. Dazu kommen Faktoren wie Laufleistung, Wartungszustand, Kraftstoffqualität und bereits verbaute Modifikationen. Das Ergebnis: Ihr Fahrzeug bringt heute eine ganz individuelle Ausgangsleistung – und die kennt niemand, solange sie nicht gemessen wurde.
Wer ohne diese Basis über Mehrleistung spricht, arbeitet mit Annahmen. Ein Versprechen wie „plus 60 PS" bleibt ohne Referenzmessung ein theoretischer Zielwert ohne belastbaren Vergleich.
Auf unserem Allrad-Leistungsprüfstand (Dynostar RC3300 AWD MK2) ermitteln wir Leistung und Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich. Der leistungsstarke Retarder – eine Wirbelstrombremse – bremst bis 3'300 Nm ab. Dadurch sind dynamische, statische und transiente Messungen möglich, bei Leistungen bis rund 1'500 PS und Geschwindigkeiten bis 350 km/h.
Entscheidend ist nicht nur die Maximalzahl, sondern der Verlauf: Wo liegt der Motor früh an, wo lässt er nach, gibt es Auffälligkeiten in bestimmten Lastbereichen? Diese Daten sind die Grundlage für eine individuelle Kalibrierung – und sie zeigen, warum eine massgeschneiderte Abstimmung einem Standard-File überlegen ist. Die technischen Hintergründe dazu haben wir im Beitrag zur individuellen ECU-Optimierung beschrieben.
Viele Anbieter verlangen Vertrauen auf Vorschuss. Wir drehen diese Logik um: Die Ausgangsmessung steht am Anfang. So sehen Sie schwarz auf weiss, von welchem Wert aus gestartet wird und was realistisch erreichbar ist. Dieser Ansatz zeigt sich auch bei anspruchsvollen Fahrzeugen – etwa bei einer Alpina-Leistungssteigerung mit Prüfstandsabstimmung, bei der die Messung am Anfang der Optimierung steht.
Der Vorteil für Sie: keine leeren Versprechen, sondern nachvollziehbare Zahlen als Entscheidungsgrundlage.
Brauche ich eine Messung, wenn ich nur eine leichte Optimierung möchte?
Auch bei moderaten Stufen ist die Ausgangsmessung sinnvoll, weil sie den realen Startpunkt festlegt und die spätere Verifikation ermöglicht.
Kann die Messung Probleme aufdecken, die ich noch nicht kenne?
Ja. Auffälligkeiten in bestimmten Lastbereichen oder Drehzahlbereichen werden sichtbar, bevor optimiert wird. Das schützt Motor und Investition.
Ist der Prüfstand für Allradfahrzeuge geeignet?
Ja, es handelt sich um einen Allrad-Leistungsprüfstand. Er ist genau für diese Anforderungen ausgelegt.
Erhalte ich die Messwerte dokumentiert?
Ja. Sie erhalten die Ergebnisse als objektive Grundlage – vor und nach einer Optimierung.